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Fk. V
Physik
Didaktik/Geschichte
Praktikum Atomphysik und Thermodynamik für Studierende
des Lehramtes Physik an Grund-, Haupt- und Realschulen
Versuchsthema: Einführung in die kinetische
Wärmetheorie
Die kinetische Wärmetheorie wird hier nur mit Hilfe eines Modells und
einiger Computersimulationen "experimentell" untersucht. Im Rahmen der
Auswertung dieser "Versuche" soll vor allem diskutiert werden, welche
Form der Präsentation der Thematik für den Schulunterricht geeignet scheint.
Im Unterschied zu den sonstigen Versuchen ist in diesem Fall der Modellapparat
zur kinetischen Theorie schon (teilweise) aufgebaut, vor allem ist der
Laser schon justiert.
Versuchsbeschreibungen
1. Zur Statistik von Teilchenzahlen in einem Volumenelement
Grundlagen
Mit Hilfe einer oszillierenden Bodenplatte (Frequenz 3000 1/min, stroboskopisch
unter Verwendung eines Oszilloskopes überprüfen) werden 400 Metallkugeln
in den Behälter zur Simulation eines Gases gegeben.

In einem ersten Versuch wird mit Hilfe des Lasers (abgeschwächt durch
einen Graufilter) und einer Fotodiode die Anzahl der Teilchen in einem
ausgewählten Volumenelement untersucht. Am Fotoverschluss wird eine Belichtungszeit
von 0,5s eingestellt und durch Auslösen die Anzahl n der Teilchen gemessen
(mittels Impulszähler), die durch das Lichtbündel fliegen. Damit eine
statistische Auswertung möglich wird, werden mindestens 15 bis 20 Messungen
durchgeführt. Es sollen die relativen Häufigkeiten und der Mittelwert
berechnet werden und mit der theoretischen Poisson- bzw. Gauß-Verteilung
verglichen.
Da die Kugeln auch der Schwerkraft unterliegen, kann in einem weiteren
Versuch, die Veränderung der Teilchenanzahl in einem Volumenelement mit
der Höhe gemessen werden. Als Belichtungszeit wird hierfür 1s empfohlen.
Es sind wiederum möglichst viele Messungen aufzu-nehmen, damit eine statistische
Auswertung möglich wird. Das Ergebnis ist mit der barometrischen Höhenformel
zu vergleichen (siehe z.B. Gerthsen S. 224).
Geräte
Modellapparat zur kinetischen Gastheorie mit Zubehör
Hinweise
- Den Stelltrafo an einem eigenen Netzschalter anschließen!
- Einen Graufilter zur Abschwächung des Lasers verwenden, um eine Überlastung
der Fotodiode zu vermeiden.
- In der ersten Versuchsreihe ist der Deckel des Gerätes in ca. 6cm Höhe
zu arretieren, bei der Messung der Höhenabhängigkeit auf maximaler Höhe.
- Die Angaben auf dem Fotoverschluß stimmen nicht, die genauen Zeiten
werden durch die BetreuerIn angegeben.

2. Zur Maxwell'schen Geschwindigkeitsverteilung
Grundlagen
Es wird wieder der oben beschriebene Modellapparat verwendet. Es wird
eine Auffang- sowie eine Registrierkammer angebracht, so dass Geschwindigkeit
der Kugeln in x-Richtung anhand ihrer Flugweite bestimmt werden kann.
400 Glaskugeln werden in das Gerät eingefüllt. Da die Anzahl der Kugeln
im Gefäß während der Versuchsdauer abnimmt, müssen weitere acht Reagenzgläser
mit je 80 Kugeln zum Wiederauffüllen bereit gestellt werden. Eine Messung
beginnt mit Öffnen des Sperrriegels und soll 2min andauern. Dabei sind
möglichst gleichmäßig pro Minute 80 Kugeln nachzufüllen. Es sind insgesamt
vier solcher Messreihen aufeinanderfolgend durchzuführen. Welche Konsequenz
hat die Erhöhung der Oszillatorfrequenz?
Geräte
Siehe Versuch 1, Uhr
Hinweise
- Während des Versuches ist auf eine exakte Ausrichtung der Apparatur
zu achten.
- Der Deckel des Gerätes ist in ca. 6cm Höhe zu arretieren.

3. Computersimulationen
Grundlagen
Um möglichst rasch auf Neu-Entwicklungen reagieren zu können, werden die
zu analysierenden Computersimulationen/-modelle erst zu Beginn des Praktikumstermins
bekannt gegeben. Themen werden sein: Kinetische Theorie für das Ideale
Gas und Berechnung der Entropie als Maß der Wahrscheinlichkeit. Nachfolgend
findet ihr zu diesen Themen bereits einige Java-Applets:
Die allgemeine
Gasgleichung
Maxwellsche
Geschwindigkeitsverteilung
Maxwellian Velocity
Distribution
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